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Lungenkrankheiten betreffen viele Menschen

Erkrankungen von den Atemwegen und der Lunge haben auch in den letzten Jahrzehnten in Deutschland signifikant zugenommen. Die Symptome treten schleichend auf und werden in vielen Fällen erst dann erkannt, wenn es für eine erfolgreiche Behandlung zu spät ist und eine chronische Erkrankung droht. Um diesem Umstand vorzubeugen, ist es umso wichtiger, Lungenerkrankungen rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.

COPD – eine Diagnose mit weitreichenden Folgen

Unter einer COPD oder auch Chronic Obstructive Pulmonary Disease versteht man eine Verengung der Bronchien. Von den über 40-jährigen Europäern leidet inzwischen rund 15 Prozent an der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung. Betroffen sind die sogenannten unteren Atemwege, also die weit verzweigten und empfindlichen Hohlräume der Lunge, die Bronchien. Meist beginnt die Krankheit mit einer hartnäckigen Entzündung, die anfangs meist unerkannt und unbehandelt bleibt. Später kommt es dann zu Husten, meist mit Auswurf. Später tritt eine Atemnot auf, meist als Begleiterscheinung bei körperlicher Anstrengung. Im Ruhezustand kommt es zu pfeifenden Atemgeräuschen. Besonders ältere Menschen können unter einer COPD leiden. Die Atemnot führt dazu, dass die Patienten nur noch kurze Strecken laufen können.

Das aktive oder passive Rauchen fördert die Entstehung einer COPD und beschleunigt deren Verlauf. Aber auch ein genetischer Defekt kann zu dieser Atemwegserkrankung führen. Denn diesen Patienten fehlt das Schutzeiweiß Alpha-1-Antitrypsin, welches als Entzündungshemmer in den unteren Atemwegen verantwortlich ist. Zusätzlich verhindert es einen dauerhaften Abbau von Lungengewebe und hilft dadurch, die Lunge gesund und kräftig zu halten.

Welche Auswirkungen kann eine COPD haben?

Die Folgen einer COPD Erkrankung können recht gravierend sein. Wird sie zeitlebend nicht erkannt und behandelt, so verkürzt sich die Lebenserwartung des Betreffenden laut Studien um rund 5 bis 8 Jahre. Die Verengung der Bronchien kann der Lungenspezialist je nach Härtegrad messen und in 4 Etappen einteilen. Wobei die erste Etappe eine leichte Verengung der Bronchien bedeutet und das Stadium vier die schwerste Form der Erkrankung mit gravierenden Einschnitten des täglichen Lebens.

Eine Chronic Obstructive Pulmonary Disease ist nicht heilbar. Bei einer frühzeitigen Diagnose und einer optimalen Lebensweise sowie der richtigen Behandlung durch den Facharzt, kann jedoch eine Linderung der Beschwerden und eine allgemeine Leistungssteigerung erzielt werden.

Da Rauchen die Entstehung und den Verlauf der Erkrankung beeinflussen kann, sollten Sie und die Menschen in Ihrer Umgebung damit aufhören, denn auch das passive Rauchen schadet Ihrer Gesundheit.

Wissen ist Macht und wer sich mit seiner Krankheit auseinandersetzt, hat gute Chancen, seine Lebensqualität zu verbessern. Daher führen die Krankenkassen Schulungen durch, die die Patienten über die Krankheit aufklären. Meist hilft auch eine Reha bei der Umstellung auf eine gesunde Lebensweise, gepaart mit der optimalen medikamentösen Behandlung. Die Lebenserwartung kann so signifikant gesteigert werden.

Da Entzündungen der Lunge oder der Atemwege eine Entstehung der COPD begünstigen beziehungsweise ihren Verlauf verschlimmern können, sind Impfungen gegen Pneumokokken sinnvoll. Denn diese sind meist verantwortlich für die Infekte.
Letztendlich hilft eine gesunde und ausgewogene Ernährung, den Körper stark zu halten. Daher gehört zur umfassenden Aufklärung und Behandlung in den meisten Fällen auch eine Ernährungsberatung.

Auch wenn COPD nicht heilbar ist, so können Sie mit der richtigen Einstellung und Behandlung die Symptome und Auswirkungen der Erkrankung auf ein Minimum reduzieren und ein weitgehend normales Leben führen.

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